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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

kam der Verfall des Volks, das ohne wirksamesHaupt war, zur tiefsten Tiefe. Das Heiligthumselbst, die Lade des Gesetzes, ward von den Fein-den geraubt, und die Familie dieses Hohepricstrrsging auf eine traurige Weife zu Ende. Auchhier indes ging die Stimme der Poesie nicht aus;sie nahm vielmehr bald eine andere Gestalt an.Heldenlieder schwiegen; aber die prophetische Stim-me kam wieder. Jehovah erfüllte sein Wort, undgab dem unterdrückten Volke einen Mann einigcr-maaßen im Geiste Moses. Samuels Nus im Tem-pel, so wie seine Geschichte, ist mit stiller Einfalterzählet, und das Dankfagungslied seiner Mutterbringt uns eine neue, friedliche, häusliche Debo-rah wieder:

Mein Herz erjauchzet über Jehovah!

Denn hochcrhabcn ist mein Glückshorn durch Jehovah!

Weit öffnet sich mein Mund im Siegsgesang:

Denn seine Hülfe macht mich hocherfreut^).

Nein! niemand ist hochhcrrlich als unser Gott!

Kein Gott ist außer dir! Kein Schutz wie unser Gott!

Was redet ihr so viel von Höhn! Höhnr)!

Laß weg aus eurem Munde das stolze Wort;

Gott weiß es; alle Lhaten waget Er!

Des

F) Ein Gegensatz gegen die alten Sicgesgesange:sie singt ihn über eine stille, häusliche Wohlthat.

-) Mit denen man sich befestigte, auf die man stolzthat. Affaph hat Ps. 75, 6 . so wie den ganzenGesang, so auch diesen Ausdruck nachgeahmt undschön verändert.