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Vom Geist
Eultur stehet; eben so lächerlich wäre eS, jenesVolk nach uns zu beurtheilen und ihnen auch hier-in die Kindheit ihrer Zeit, die Einfalt ihrer Spra-che, die Uebereinstimmung ihres Ohrs und ihrerSeele nicht zu gönnen. Kinder machen gern Wort-spiele, und wenn sie Sinn haben, höre ich sie gern:sic zeigen, daß der, der sie macht, in und mit derSpräche denket. Poetische Nationen denken nieanders; so daß ich auch hier durch ein Wortspieljene Rede Mosis (die selbst Wortspiel ist) anwcndenmöchte:
Eine Stimme der Antwortende» höre ich:
Sie rufen nicht Sieg einander sich zu;
Sie rufen nicht Schlacht einander sich zu;
Sie singen entgegen einander im Jubelreihn*).
Bei den Ebraern beruht Geschichte und Dichtkunstgroßentheils auf Paronomasien, wie auf oriAinibusder Sprache; nur durch den Geschmack an jenenkommt unser Ohr in die innere Bekanntschaft mitdem Geiste dieser.
Und um so nöthiger ist diese Bekanntschaft, daauch in ganzen Phrasen ihre Schriftsteller gern aufeinander bauen und solche, jeder in feinem, gerneinem neuen Sinne entwickeln. Wenn man will,so sind dies auch Wortspiele; Wortspiele aber, dieselbst die feinen Griechen liebten. Es gefiel ihnensehr, aus Homers und anderer Weisen Munde ihreeignen Gedanken zu sagen; und wem würde dies
- Mos. 3-, iS.