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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

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Menschen vergossen werden: die Götter derHeiden heißen Nichtigkeiten/ stumme Gö-tzen u. f. Der glücklichste in Prägung solcher Sen-tenzen ist JesaiaS. Fürsten sind Widerspen-stige, das G c s e tz L i c h t: wer gIäubt, derbleibt: der Traurige bekommt Schmuck fürAsche: im Volk ist statt Gerechtigkeit,Schinderei, statt Rechts, Wehklagen u.st lauter treffende Gegensätze, die, was der-Prophet sagen will, in Mark und Bein schreiben.Ein Thcil der Sprichwörter Salomons sind ähn-liche Schälle, die die Bedeutung gleichsam zuspitzenoder runden.

7. Insonderheit bei Symbolen, die die Pro-pheten sehen oder dem-Volke zeigen, bei Worten ,die sie ihm aus dem Munde nehmen und gegendasselbe selbst'deuten; die natürlichsten, die tref-fensten Wortspiele hiebei sind meistens unübersetzbar.So ists mit jenem Stabe Sanft und Wehe,mit dem Hammer und der Zerstreuung, mitder Last Jehovahs und der Vergessenheit»)u. s. s. Luther dcr große Meister unserer Sprache,hat Anspielungen dcr Art bisweilen sehr glücklichausgedrückt; zu wünschen wäre cs, sie könnten, in-sonderheit in Sinnsprüchen, überall ausgedrücktwerden.

Mich dünkt, aus dem, was gesagt ist, erhelledeutlich, daß cs mit der Paronomasie dcr Hebräernicht eine so verächtliche Sache scy, als man sie

u) Jer. öl, 20 -rZ. Kap. LI, ZZ-3g.