der Ebrai sehen Poesie. 277
wegen da; es ist die -Manier des morgenlanbischcn.Rathsels, so vorzubereitcn. Da aber das Viertein unsrer Sprache eine Zweideutigkeit giebti), vonder das Ebraische nichts weiß: so setze ich nur eineähnliche Stelle Heck) und die Zweideutigkeit ver-schwindet:
Wie du nicht weißt des Windes Weg,
Noch wie sich Eisbeine bilden im Mutterleibe:
So kannst du auch nicht cinsehn Gottes Werk,Das er thut überall.
Die Art der Bildung des Menschen im Mutterleibewar den Mo^enlandern das unerforschbarste Wun-der, das tiefste Ralhsel; und ist sie es nicht allenNaturweisen noch bis auf diese Stunde? Dahinzielte also die Aufgabe mit ihren weit ausholendenBildern. — Wahrscheinlich ists jetzt ein anderer,der zu den genannten vier unerforschbaren Dingennoch ein fünftes antwortend schließt.
Gleich unausspähbar ist die Ehebrecherin;
Sie ißt und wischt den Mund und spricht:
„Ich habe nichts gethan!"
Man flehet das Spiel der Zusammcnrcihung Ver-
ls Sie entsteht aus dem Worte „Weg", das bei denMorgenländern ganz gewöhnlich Art und Weisebedeutet: das Ralhsel der Generation konnte indiesem vierfachen Wortspiel nicht eigentlicher ge-sagt werden. Sollte das Schleichen eines Man-nes zur Jungfrau Punkt der Vergleichung seyn,so müßte wohl, statt stehen,
k) Predig, rr, 5.