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Vom Geist
lung. Nur Judah und Benjamin blieben vereint;offenbar weil der Tempel sie band, der auf ihrengemeinschaftlichen Bergen gebaut war — ein Er-weis, daß, wäre dieser anders wohin gestellt gewe-sen, er die schöne Wirkung aus alle verbreitethatte, die er jetzt nur aus zwei Stamme verbreitenkonnte. Das Volk hatte sein Gleichgewicht verloh-ren; der Mittelpunkt einer freivecbündetcn Nationlag beinah an der Ecke des Landes.
Forschen wir nach dem Grunde dieser Uebel,so finden wir ihn in der besten Quelle, dem SegenJakobs. Aus Dankbarkeit gegen Joseph, aus Ach-tung für die Tapferkeit Judahs, hatte er diesenbeiden Söhnen Vorzüge cingeraumt, die ihre schwä-chere Abkunft mißbrauchte. Moses Befehl war'S:das Land sollte nicht eher vcrtheilt werden, bis esganz eingenommen wäre, und sodann sollte die Aus-theilung nach der Volksmenge einzelner Stammeerfolgen. Der Befehl war billig und nothwendig:denn, wenn die starkern Stamme zuvor ihr TheilWegnahmen, wer stand den schwacher» bei? wer halfihnen zum Besitz? und wie war nun Ucbcrsicht undrechtmäßige Austheilung des Ganzen möglich? In-dessen ward der Befehl nicht inS Werk gerichtet.Schon Moses ward gezwungen, einigen Stämmenjenscit des Jordans ihr Theil zu geben. Wir wis-sen , wie ungern cr's that, und daß er sie mit ei-nem Eidschwur verband, künftig voranzuziehen undihren Brüdern die Eroberung vollenden zu helfen.Das letzte geschah nie. Sobald Jofua ein paarglückliche Feldzüge gethan hatte, griffen die zweimächtigsten Stamme, Judah und Ephraim, zu und