§94
Vom Geist
(Er sollte nämlich das schöne Thal zwischen den zwoHöhen Thabor und Hermon für sich wählen undsich da in Ruhe hinlagern: da sev, seinem früdoiie-benden Charakter gemäß, schönes Land, schöne Aus-sicht. Da könne er zwischen de» Quellen und Strö-men Wasser auskheilen und seiner geduldigen fleißi-gen Art nach andern Hirtcnstämmcn und sich selbstnützlich werden. Offenbar ist dies der erste einfacheSinn der Stelle, und wir werden bei Moses Se-gen sehen, wie er das Geschäft dieses Stammes fürden Ort seines Heiligthums anwendcn und nüyenwollte. Sein Wort ward nicht erfüllt; aber in Ja-kobs Testament war die Stelle zu deutlich, als daßJsaschar nicht seinen Theil zwischen Thabor undHermon bekommen sollte , wo also alles, was Ja-kob vom schonen Lande sagt, eintraf. Es ist vollschöner Aussichten und fruchtbarer Weiden: auch d>rCharakter Jsaschars hat sich dem Worte des Stamm-vaters gemäß erzeiget. Viel Helden hat er nicht ge-geben , ob sein langes schönes Thal gleich oft dasKriegstheater ward; aber stark auch an Mannschaftwar dieser Stamm: schon in Aegypten hatte er sichsehr gemehrt o).
tur nach, seine» Bruder», andern ziehenden Hir-tenstämmen das Wasser vertheilen, und davon sei-nen eigne» Vortheil zieh». Daß in diese» Gegen-den eine Versammlung der Hirten beim Wasser-austheilen war, sehn wir noch aus dem Liede derDeborah (Richter 5, n.) Welchen narürlichschö-nen Local - Zusammenhang bekommt hiemit Jsa-schars Segen!
») Wahrscheinlich ist im Original auch ein versteck-