der Ebraischen Poesie. 187
Verflucht sey ihr rachsüchtger Grimm!
Verflucht ihr hart verhaltner Zorn!
Zertheilcn will ich sie in Jakob,
Zerstreu» in Israel.
(Der Befehl des Vaters ward erfüllt: die Söhnemußten die Last ihres Stammvaters tragen. Simeonwar in wenigem Ansehn, und Moses laßt ihn so-gar bei seinem Segen aus, vermutblich weil er ihmnach diesem altern Orakel keine Grenze bestimmenkonnte. Der Stamm bekam nachher einige zer-streuete Städte in Judah und mußte sich ausserhalbJudäa nach Wohnplätzen umschn. Für Levi sorgteMoses durch 48 auch zcrstreuete Städte. — Dietraurigen Befehle sind jetzt vorüber; mit dem edlenJudah geht der Segen und sogleich jder Zug nachdem Lande an: )
Jehudah, Du!
Dich werden deine Brüder (als Führer) preisen i):
Bild des tapfer» Mannes war. Vermuthlich führtedas Entsehnen des Stiers den Jakob auf diesBild: denn konnte die niedrige Mordgcschichle1 Mos. zst. durch einen treffender» Zug ausge-drückt werden? Sie beschnitten Sichem und He-mor, und todteten sie, ^wie entsehnte, wehrloseThiere, in ihren Schmerzen,i) Das schöne Wortspiel mit dem Namen Judah kannim Deutschen nicht ausgedrückt werden. „Siewerden dich als ihren Ersten anerkennen uud ge-gen Feinde wirst du immer der Vorderste undTapferste seyn: die Hand zunächst am Nacken der