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Vom Geist
Du bist der Erste nicht mehr:
Denn du bestiegst das Bette deines Vaters,
Mein Bett' hast du entweiht, da du's bestiegst. —
(Trauriger Anfang! schmerzhaft für Vater undSohn. Dieser hat sein Geschlecht entweiht; ihmwird auch die Krone des Geschlechts, die Stammes-ehre der Erstgeburt, vom Haupt genommen und,wie wir sehen werden, zween andern gegeben. Ju-dah bekommt den Vorzug der Würde, den Bcfthl-stab: Joseph bekommt das doppelte Erbtheil; unddas Priesterthum, (von dem indeß Jakob noch nichtwußte) bekam späterhin Levi. Wie ein gemeinerStamm sollte Rüben erben und — der Befehl wardbefolgt. Der Vater wies ihm keine Grenzen anund er erbte nachher ausserhalb dem eigentlichen hei-ligen Lande. Welch ein traurigschönes Bild, daßder Ueberfluß, der ihm an Würde und Macht ge-bühre, ihm jetzt wie eine stolze Welle vorüberrau-sche! feine Hoffnungen sind durch seine Schuld ver-eitelt.)
Simeon und Levi! Brüder sind sie,
Mörderwaffen waren ihre Schwerter!
In ihren Blutanschlag kam meine Seele nicht,Mein Herz verband sich nicht mit ihrer Mordver-sammlung ,
Als sie im Grimm den tapfer» Mann erschlugen,Als sie von Rachsucht voll den edlen Stier ent-nervten b)
b) Stier und Mann sind hier Synonyme. Das zeigtder Parallelismus, und wir wissen auch aus derPoesie der Griechen, daß ein prächtiger Stier das