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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

in Liedern, in Segcnssprüchen erhalten, und siestreiten für diese als für ihr heiligstes Eigenthum,als für ihre Gottes- und Stammeschre. Statt ju-ristischer Documcnte lasset uns also jetzt einen poe-tischen Schenkungsbrief durchgehn, den wir bis hic-hcr »ersparten : cs ist der Segen Jakobs , dem Ka-naan wie eine Landcharke vorliegt, und der es alssein Eigenthum verthcilct. Wir wollen bemerken,wie er die Stamme pflanzet? wie er den Eingangdahin angiebt? und nachher als ein Gegcnbild denSegen Moses betrachten, wie anders schon die Ein-nahme damals geschehen mußte. Sofern der Se-gensspruch personelle Züge der Sohne entwickelt -habe ich ihn anderswo erläutert k): hier liege er

uns nur als ein Nalionalstück, als die älteste poe-tische Landcharte Kanaans vor, bei der wir zugleichsehen wollen, was der Spruch im Geist seines Volksgewirkt habe:

Jakobs Testament für seine Stäm-me und Geschlechter.

Versammlet euch, ich will euch verkündigen,

Was euch begegnen wird in später» Tagen.Versammlet euch und höret, ihr Söhne Jakobs,Höret euren Vater Israel.

(Jakob giebt also nicht an, wann die Prophezeihungin Erfüllung gehen werde? Vielleicht wünscht er,bald nach Josephs Tode, weil er sich aus Aegyp-ten wegsehnte; es standen aber dem Wunsche die

1) Briefe, das Studium der Theologie betreffend,LH. I. ür Br.