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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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verschriebe). Ec gebot sogar, der Bäume in einembekriegten Lande zu schonen. Also war dieserKrieg jetzt taurige Nothwendigkeit, oder, wie cr'snannte, ein Krieg Jehovahs, d. i. ein bedräng-ter Feldzug um des Vaterlandes, der Religion, derGräber und uralten Ansprüche der Väter willen.Welcher heilige Krieg neuerer Zeiten darf sich damitvergleichen ? und doch, wie entsetzlich ist dieser Feld-zug im Namen Jehovahs, d. i. um alter Besitz-thümer und Familienrechte willen gemißbraucht wor-den !- Israel stritt r>rc> sri» et kaois Mtrurn:denn aus diesem Lande wac's her: da lagen dieGebeine seiner Väter: da war so mancher Hain,

so mancher Altar dem Gott seines Geschlechts hei-lig; Alles also, was jene alte Nationen Familien-Heiligthum nennen, war in ihm. In der Wüstekonnte doch das Volk nicht bleiben: in kurzen 40Jahren waren 600,000 weggestorben und zu einerismaelitischen Räuberhorde war Israel nicht gebildet.Ein Hirtenvolk mußte einen Ort zur Ruhe habenund wohin sollten sie ziehen, als ins Land ihrerVäter? Dies ist das Erbrecht aller ZeltbewohnerOrients : sie weiden, wo ihre Väter geweidet haben,und selbst die Heerden wissen auf solchen Zügen denWeg. Es ist sonderbar, so alte, in der Lebens-und Stammes-Denkart von uns ganz verschiedneVolker nach unser» Begriffen des Eigenthums recht-fertigen, oder nach unserm neuesten Völkerrecht bc-urtheilen zu wollen; beides findet bei ihnen nichtstatt. Die Testamente und Rechte ihrer Vorfahrenwerden nicht ausgeschrieben, sondern in Traditionen,