Vom Geist
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dos Gesetz des Landcsgottes diktirte Strafen, undkein Richter konnte dispensiren: Gottes waren dieRichterstühle und keines erschaffenen Menschen. SeineGesetze, die Anmahnungen der Propheten hierübersind wie die Stimmen höherer Genien der Gerech-tigkeit und der Goktesurtheile. — Freude, Stolzund Ehre im Namen Jehovahs sollten die Triebfe-dern aller öffentlichen Handlungen werden: dieseFreude, diese Ehre hieß Religion, und die Verfas-sung , die den Grund dazu legte, die das Gesetzdes Landcsgottes zu einem ewig unverbrüchlichen Co-dex machte, nennen wir Theokratie. IhresEnthusiasmus sind die Gesänge und Prophcten-Re-den der Ebraer voll: der größte Theil ihrer Poesie,den man oft nur für geistlich halt, ist politisch.
7. „Mag dies alles seyn, wird man sagen,wenn nur nicht Levi Bewahrer des Gesetzes, mithinAufrcchlhalter der öffentlichen Freiheit hatte seynsollen. Das abergläubige, massige Priesterregiment,das den andern Stämmen vortrat, ihre besten Ein-künfte verzehrte und ihnen im Fall der Bedrängnißdoch nicht helfen konnte, hat alle diese schönenIdeen vernichtet-"
Einiges ist in diesem Einwurf allerdings wahr,und dies Wahre, wer sah cs besser voraus alsMoses? Sein erster Entwurf war, daß die Erst-geburt aller Familie und Stamme demHerrn heilig seyn In), mithin auch am Altardes Nationalgotlcs dienen sollte; und welche Krone
d) 2 Mos, i 3 , 2. Kap- 19, 6. Kap. 20, 2!^