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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

hätten schützen mögen. Ob nun gleich dieser Zwecknicht erreicht, und der Wille des Stammvaters nichtbefolgt wurde: ,so verfehlte doch Moses seine Ab-sicht nicht, Land und Volk von einander unabtrennlichzu machen. Daher der enge Localgeist in allenPropheten! Daher in den Psalmen und in allenWerken der Gefangenschaft die Seufzer zu diesemLande! Nach zweitausend Jahren, voll leerer Hoff-nung, sehnt Israel sich noch dahin; denn nur dortkann Gott regieren! nur dort sein Gesetz geübtwerden! nur dort sotten aufwachen, die unter derErde schlafen! Was alle alte Gesetzgeber zu er-reichen suchten , daß ihr Volk sich an sein Vaterlandgeheftet fühlte, hat Moses durch sein Localgesetz,durch den Nationalgott seiner Vattcr aufs kräftigsteerreichet. Er pflanzte den wilden Weinstock aufdis Berge Jehovahs, und legte das Volk in derspcciellstcn L o cal-P r o vi d en z Arme.

Da über das letzte Wort so viel Widriges ge-sprochen ist, und alle Lieder, die sich darauf grün-den, so sonderbar bcurtheilt sind: so wird mir einnäheres -Wort hierüber erlaubt scyn.

Offenbar war der erste sinnliche Begriff, denMoses seinem Volk über die Providcnz seines Lan-des cinprägte, der§):

Ein Land ist es, nicht wie Aegypten,

Das sich vom Strome tränkt:

Ein Land voll Berg' und Thäler,

Bom Himmel selbst genährt,

x) 5 Mos. ii, 12 -17.