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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Eb ratschen Poesie. 167

Dein Gott besucht es immer;

Jehovahs Augen sehn

Bom Ansange des Jahres,

Zum Ende hin, darauf!

und wer die Beschaffenheit Judaa's in Vergleichungmit Aegypten kennt, siehet die genaue Wahrheitdieser Beschreibung. Die Fruchtbarkeit des Landeshing von der Gunst der Witterung ab; cs lag al-so gleichsam unmittelbar unter den Augen des Got-tes der Himmel und wie an den Brüsten der Vor-sehung ; Früh - und Spatregcn , der Wind von die-ser oder jener Seite her entschied alles; und sowars natürlich, daß Moses Himmel und Erde zuZeugen seines Bundes nahm, und zu Machern des-selben bei jeder Ucbertretung aufricf. Der Himmelsollte eisern, die Erde ehern werden, Früh- undSpatregen sollte mangeln, der Ostwind sie aUfrei-ben u. f., wenn sic nicht das Gesetz des Gottes be-folgten , der von diesem Himmel auf sie blickte, derihnen diese Erd» als sein Eigenthum gebe. Jeder-mann begreift, wie andringend, ork- und zcitmaßigdiese Stimme vom Garizim und Ebal gewesen: sieumfasset die ganze Denkart des also erretteten, hie-her verpflanzten Volks und alle Zustande des Lan-des. Alles mußte sie an ihr Gesetz erinnern, jedeWitterung im Jahr, jeder Fruchtort, jede Aue undPlage; der Gottesdienst mit seinen Festen und Pflich-ten erinnerte sie daran noch mehr. Und daraufbaute, das erklärte nun jener achte Nationalgeistder Psalmen und Propheten. Kein alberner Abec-oder Wunderglaube wars, was er forderte, sondernder Glaube einer speciellen Aufsicht und Vorsehung,