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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

hotte aus ihnen seine Fürsten. Die Geschlechterwaren also durch natürliche Bande, durch Gesetzedes Eigcnlhums, der Ehrerbietung, der mchrernErfahrung und der Blutsfreundschaft verbunden.Der Richter konnte sein Land und die Geschäfte des-selben kennen : es konnte Lohn seyn, Greis in seinerFamilie zu werden; die grauen Haare waren derAlten Schmuck und des Stammes Krone. Ich willkeine Vergleichung anstelle», was in zu policirken,zu raschen Staaten das Schicksal der Alten sey?sondern nur anführen, das! auch in der Poesie die-ses Volks die Ehre der Aeltcsten, der Haus - undStammesvater überall durchblickt. Auf goldnenDespotismus, auf sklavische Würden in einer Kö-nigsstadt hatte Moses die Ehre der Geschlechter nichtgesetzt; noch weniger den Preis seines ganzen Volksauf Ueppigkcit oder Kriegsruhm gegründet. Bewcrb-samkeit und Fleiß sollte der Nerve des Staats,Ruhe und Familienehre sollte des Fleißes und derWeisheit süßer Lohn werden. Zn diesem Lichteschildern Psalmen und Propheten die Glückseligkeitihres Volkes,daß jedermann seiner Hände Fruchtgenieße und unter seinem Oel- und Feigenbaum,.sicher wohne." Die schönsten Weisheitsprüche derEbraer sind daher Lehren aus dem Munde erfahr-ner Greise, Rathschlage gütiger Familienvater. Auchihre feinsten philosophischen Bemerkungen nehme»diese Gestalt an, wie Salomons Prediger und ei-nige neuere Lehrgedichte der Ebraer zeigen. Ebendaher ist die Schrift für Kinder und einfache., tha-tige, redliche Leute von so großem Reiz: sie findendie Sprache ihres Herzens, die Lehre oder die Beuteihres Lebens in ihr; alles kommt und geht von