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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebraischen Poesie. i6r

Und schöne Decken wirkt sie sich,

Byffus und Purpur ist ihr Festgewand:

Denn öffentlich wird schon ihr Mann genannt,

Er sitzet mit den Aelt'sten zu Gericht.

Sie webet Schleier und verkaufet sie:

Dem Kaufmann giebt sie Gürtel zum Verkauf.

Und Würd' und Ehr' ist ihr Gewand:

Entgegen lacht sie jedem neuen Lage.

Mit weiser Rede öffnet sie den Mund,

Auf ihrer Zunge ist nur sanft Gebot.

Sie merkt, was überall geschieht in ihrem Hause:

Die Trägheit ißt bei ihr kein Brod-

Es treten ihre Söhn' auf, sie lobpreisend,

Es tritt ihr Mann auf und lobpreiset sie:

Viel Landestöchrer thaten edle Thaten,

Doch du bist über alle, alle sie!"

Anmuth ist trügerisch; Schönheit vergänglich;

Ein goctesfürchtig Weib ist Ruhmes werth.

Gebet ihr Ruhm, die Frucht von ihrem Fleiße,

Lobt öffentlich die Werke, die sie that.

Das war der Ruhm einer fleißigen ländlichen Frauim Ebraerlandc, denn die ganze Verfassung dessel-ben war ländlich.

3. Alle einzelne Familien knüpfte Moses zuihrem Stamm zusammen, dem er sein avtonomi-sches Eigenthum, das Recht eigner Anordnungenund Gerichte, ja sogar die Freiheit gab, für sichKrieg zu führen; ans oberste Gericht durste keineStreitigkeit gelangen, die nicht dahin gelangenwollte. Der Vater war Fürst in seinem Hause,der Aeltestc über seine Familie, und jeder StammHerders Werke z. Siel. u.Theol. II. L