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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Reizen der Weiber handeln; alle Zier der Unschuld,der Anmuth, der Verträglichkeit und des Fleißessind in sie, wie in einen Blumenkratiz, geflochten.Das Glück einer guten, das Unglück einer mißra-lhenen Ehe wird in treffenden Bildern geschildert:nicht umsonst sollte der Bräutigam mit Oel derFreude gcsalbet, mit einer Hochzeitkrone gekrönt,und mit glückwünschenden Liedern gefeiert werden.Die Fruchtbarkeit der Ehe galt über allen irdischen' Segen, und so manche Ausdrücke der Psalmen a)über ein unerwartetes Glück unter dem Bilde,daßGott die Unfruchtbare zur kinderreichen Mutter macht/waren im Geist der Nation vom stärksten Nachdruck.So ists das Lied der Mutter SaMu.els ci), die alseine Siegerin von ihrem häuslichen Glück zum höch-sten Glück des Landes und der Welt aussteigt: sosinds die öftern Verheißungen, daß Gott den Ge-rechten vorzüglich mir diesem Glück ehre:

Siehe! Jehovahs Erbgeschenk sind Söhne e),Sein Gunstgeschenk ist blühendes Geschlecht,

Wie Pfeile in des Helden Hand,

Sind Söhne in der Jugend Stolz,

Wohl dem, der seinen KöcherVoll solcher Pfeile hat.

Sie werden nicht erröthen,

Wenn sie mit Feinden reden vor Gericht.

Der Platonismus der Liebe, so wie eine Klöstekhei-ügkeit der Ehe, ist den Poesien dieses Volkes fremdes

u) Psalm m 3 , g« u. f,<I) r Sam. 2, r.s> Psalm 127.