i56 Dom Geist
ser ist fein, der Araber scharfsinnig, der Ebraer ein-fällig uno kindlich; die zarte Speise fürs erste Alterder Menschheit.
2 . Das Weib war, nach morgenlandischcn Be-griffen, dem Mann unterworfen. Man hatte keineIdee von einer gebietenden, müssigcn Hoheit diesesGeschlechts; man rühmte an ihm nur Keuschheit,Fleiß, verschleierte, häusliche, mütterliche Tugend.Sitten, wie sie die üppige Poesie späterer Zeiten be-singt, wären in diesem Zeitalter der Welt Th'orheitoder Schande gewesen. Es ist daher ungereimt, ga-lante Poesie der Eonversakion bei einem Volke zusuchen, wo das weibliche Geschlecht, eingeschlosscn,entweder wie eine Blume des Gartens blühen, oderWie ein Weinstock Früchte sollte.
Glückselig, wer Jehovah ehrt 2)
Und wandelt seinen Weg;
Genießen wirst du deiner Hände Arbeit,Glückseligkeit und Gutes ist mit dir!
Dein Weib blüht wie ein Weinstock,
Der fruchtbar deines Hauses Wand' umzieht.
Wie Pflanzungen von jungen OelbaumsprossenSind deine Söhne rings um deinen Lisch.
Und sehen wirst du deiner Kinder Kinder,
Ruh über Israel.
Das war die Glückseligkeit einer ländlichen Einfalt,die die Poesie sang. Die ruhvollen Zeiten der Zu-kunft konnten einem verwirrten Reich nicht besservorgebildet werden, alsb):
s) Ps. 1-8.
K) Jer. 3i, 22 .