Vom Geist
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4. Wenn Ein Institut zu Aufbewahrung derLieder und Gesetze Moses diente, wars der Sabbat:ihm sind wir die lebendige Erhaltung dieses ganzenSchatzes der Dichtkunst schuldig. Nicht nur, daßdas Andenken des Weltschöpfers, (die fruchtbarsteIdee des Menschengeschlechts!) aufbehalten und ver-bunden mit Nacionalwohlthatcn, wenigstens in ei-nigen Gebeten und Liedern gefeiert ward: nicht nur,daß man in etwas erleuchteten und ruhigen Zeiten,mit oder ohne Sinn, Stücke des Gesetzbuchs lasund auslegte: Zeitrechnung, Lesen, Schreiben, Ge-schichte, politische Einrichtung, alte Ideen und neueHoffnungen, kurz Geist und Cultur des Volks er-hielt sich an diesem einfachen Institut wenigstens inResten und richtete sich in bessern Zeiten an demsel-ben wieder auf. An Sabbat und Feste war dieOrdnung des Staats und der Zeilen, an jene dasFreiheit- und Jubeljahr gebunden; kann man's alsoden Propheten verdenken, wenn sie in diese Bilderso manchen güldenen Traum künftiger Glückseligkeithüllen, und von ewiger Freiheit, von ewigem Ju-bel nach lauter Sabbatsideen frohlockend singen?Wer ist der Mensch, der ohne Hoffnung sich nur reget?und ist's nicht eben die größeste, schönste, standhaftesteSeele, die sich mitten im Verfall der Zeit aus denTrümmern alter minderer Glückseligkeit eine neueund größere dichtet?