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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
149
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der Ebraischen Poesie.

Moses Stiftshütte.

Ein symbolisches Gemälde.

Arme Wüste, wie reich bist du!

Wie kommst du zu der schönen Kleinode Pracht?Dein Rauch -umkränzter SinaiWird Gottes bleibend Licht:

Dein dürrer Fels ein reiner Wasserquelk,

Dein Thau der Enget Speise?-

Der Heilgen Muse LiederkraftIsis, die auf alles Honig gießt.

Entflohne Sklaven wandelt ihr GesangDiesseit des Meeres in ein freies Volk.

Die bittern Salsen und den Wanderstab,

Das ungesäuert-dürre Brod,

Laubhütten in dem Sandmeer trockner Glut,

Und Durst und Plage, Noth und Ungemach,

Weihet sie um zu ewgem Freiheitsfest.-

Die kleine Hütte steht vor mir,

Des Ewigen Orakelzelt: ^

Wohnt da der Ewige?

In welchem engen Raum!

Und vor ihm stehen Brode dat

Da brennt die Lampe! Rauchwerk steiget auf!

Und vor dem Zelte fließt der Opfer Blut!

Und seine Diener, Priester gehnWartend der Hut, diesseit des Teppiches:

Und Einer geht, zu fragen ihnIns heilge Zelt,

Klingend im Gange, seine Hand voll Blut.-