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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Und trink' der Böcke Blut?

Dank opfre Gott!

Was Lu gelobt hast, bring' dem Höchsten dar.

Ruf mich an in der Zeit der Angst,

- Und wen» ich dich errette, ehre mich!

Wer Dank mir opfert, ehret mich;

Er geht den Weg, da ich ihm zeigen kannDer Gottregierung Glück r).

Es wäre zu weitlauftig, mehrere Stücke der mosai-schen Gesetzgebung zu durchgehen und auch in ein-zelnen Ausdrücken zu zeigen, wie sie die Spracheder Poesie in Propheten und Psalmen gebildet; cssey genug, hier noch einige Samenkörner hinzuwer-fen, da zu einer Ernte einzelner Bemerkungen nichtRaum ist:

i. Im israelitischen Staat war alles ursprüng-lich ans Heiligthum gebunden, auch körperliche Krank-heiten, so wie Verfall in Sitten, Laster. Also nichtnur, daß jene sehr natürlich Bilder von diesen wur-den ; sondern daß auch von diesen die Prophetenund Dichter in der Sprache des Heiligthums spra-chen , d. i. frei, offen und ungeziert. Sie regeltensich nicht nach den Gesetzen unsers Wohlstandes, vondenen sie nichts wußten; sie sprachen, wie das Ge-setz Moses sprach, wie der Vater des Volks dachte.

Dein

r) Das Glück der Theokratie. Im ganzen Psalmspricht Gott als theokratlscher Richter, als Racherseiner Landesconstitution und Ordnung.