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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Das ist für mich ja im Gesetz geschrieben;

Das, was du willt, mein Gott, das will auch ich:

Was du von mir begehrst, wallt schon in meinerBrust.

Berkündgcn will ich, was dein Wille sey,

Bor allem Volk.

Nicht wehren will ich meinen Lippen!

Jehovah, das weißest du!

Ein öffentliches Bekcnntniß, öffentliche Reue- undDanklieder setzt David hier an die Stelle der Op-fer und rühmt beidemal, daß er damit den gehei-men eigentlichen Sinn des Gesetzes vollstrecke. DiePropheten sind solcher Aussprüche voll: wir haben

keine Opfergesänge in der Schrift, wie die Heidensie hatten; die Gesänge, die von den Opfern han-deln, sind alle moralisch und geistig.

So auch bei den ältesten und schönsten, denunblutigen Dank- und Weihrauchopfern. Wir ha-ben einen Gesang über sie, dessen sich die aufgeklär-teste Zeit nicht schämen darf: es ist

Der fünfzigste Psalm, Assaphs:

Der Gott der Götter, Jehovah, spricht,

Und ruft die Erd' herbei

Bon Sonnen-Aufgang bis zum Untergang.

Vom Zion, der Landeskrone, glanzt Gott auft)!

i) Wie jedesmal von den Bergen; die Wohnungender Götter waren. Jetzt nicht mehr von Sinai,Scir, sondern von Zion, der glänzenden Krone,dem Hauptschmuck des ganzen Landes, weil Gottdarauf wohnte.