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Vom Geist
Das ist für mich ja im Gesetz geschrieben;
Das, was du willt, mein Gott, das will auch ich:
Was du von mir begehrst, wallt schon in meinerBrust.
Berkündgcn will ich, was dein Wille sey,
Bor allem Volk.
Nicht wehren will ich meinen Lippen!
Jehovah, das weißest du! —
Ein öffentliches Bekcnntniß, öffentliche Reue- undDanklieder setzt David hier an die Stelle der Op-fer und rühmt beidemal, daß er damit den gehei-men eigentlichen Sinn des Gesetzes vollstrecke. DiePropheten sind solcher Aussprüche voll: wir haben
keine Opfergesänge in der Schrift, wie die Heidensie hatten; die Gesänge, die von den Opfern han-deln, sind alle moralisch und geistig.
So auch bei den ältesten und schönsten, denunblutigen Dank- und Weihrauchopfern. Wir ha-ben einen Gesang über sie, dessen sich die aufgeklär-teste Zeit nicht schämen darf: es ist
Der fünfzigste Psalm, Assaphs:
Der Gott der Götter, Jehovah, spricht,
Und ruft die Erd' herbei
Bon Sonnen-Aufgang bis zum Untergang.
Vom Zion, der Landeskrone, glanzt Gott auft)!
i) Wie jedesmal von den Bergen; die Wohnungender Götter waren. Jetzt nicht mehr von Sinai,Scir, sondern von Zion, der glänzenden Krone,dem Hauptschmuck des ganzen Landes, weil Gottdarauf wohnte.