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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

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auch gebot die Unbequemlichkeit dieser Darbringung,die vor dem Heiligthum allein geschehen konnte, selbstVorsicht. Die beste Anwendung, die die Poesiealso von diesen Darbringungen machte, war geistig:

Erbarme dich mein, Barmherziger*)!

Du Bielbarmherziger, vertilge meine Schuld!Denn sich, ein sündger Mensch bin ich,

Sündhaft die Multer, welche mich empfing:

Du aber liebst die innre Wahrheit nuro),

Du lehrtest mich des Gesetzes verborgnen Sinn:

Du mußt mich priesterlich cntsündigenx),

So bin ich rein;

Wenn du mich waschest, bin ich weiß wie Schnee.Sieh also nicht auf meine Miffethat,

All meine Ucbertretung tilge aus;

Ein reines Herz schaff' in mir, Gott!

Rechtschaffenheit erneue du in mir!-

Ich will auch Sünder lehren deinen Sinn,Verirrte sollen wenden sich zu dir.

Errettest du mich Gott von meiner blutgen Schuld,So will ich laut von deinen Pflichten singen.

Denn Opfer willt du nicht; ich gäbe sie!

*) Ps. 5r.

v)Das Außenwerk bei Opfern ist nicht dein Zweck :sie haben einen geistigen Sinn, den der Pöbelnicht weiß, den du mich aber gelehrt hast."

x) Dies ist also der geheime Sinn der Opfer nachDavids Lehre. Gott muß den Menschen entsündi-gen und die Entsündigung des Priesters soll ihmdas nur vorbilden.