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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebraischen Poesie. r3g

meistens Rauchgeschcnke. Do Moses, der eifrigsteFeind der Sklaverei, unaustilgbare Freiheit zumGrundgesetz seines Volks machte: so weihete er sei-ne ganze Nation, vorzüglich die Erstgeburt, die inder letzten ägyptischen Plage verschont war, als Ei-genthum dem Jehovah. Da ließ Gott nun vonseinem Rechte nach: er schenkte dem Vater seinen

Sohn und nahm von ihm statt dessen ein Thierzum Geschenk an ; nothwendig ein reines Thier, weildem heiligen Gott sich nichts unreines nahen, viel-weniger ihm zum Geschenk dargebracht werden durfte.So auch mit den Früchten des Landes, das Gottzugehörte, und davon er sich die Erstlinge als einDankgeschenk und als ein Zeichen der Lehnbarkeitausdung. Erstlinge und dir ganzen Opfer warenalso die ersten eigentlichen Opfer der Lchnspflichtund Gerechtigkeit; wie der Psalm singet:

Khu wohl an Zion, wie du es gerne thust.

Dann werden dir gefallen die Opfer der Pflicht,

Die Opfer, die im Rauche zu dir steigen,

Die jungen Stiere auf deinem Altar.

Die Sünden- und Schuldopfer hatten einen ebenso guten Zweck; sie brachten auch verborgne Sün-den , die das Gesetz nicht bestrafen konnte, selbstUnrerlassungsfchler vor Jehovah, d. i. vor seine Züch-ter, und waren also besser als Lhrcnbeichte, alsPolizeiwarter und geheime grausame Fehmqerichte.Hier trat man als Mann vor Gort, das Geschenkder Entsündigung in seiner Hand; nicht als ein er-zählendes büßendes Weib. Man brachte seine Strafeselbst dar, die das Ge'etz bestimmt harte, und durstesic nicht von der Willkühr des Priesters erwarten;