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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Entweihung der Nation: ihre Zier das Sinnbildallgemeiner Ordnung und Freude.

Ich freue mich hoher Freuden inJehovahx),Mein Herz ist fröhlich über meinem Gott!

In Glückesklcider kleidet er mich wieder,

Den Fürstenmantet leget er mir um!

Wie ein Bräur'gam steh ich da in Priesterprachtgekleidet,

Wie eine Braut in ihrem Hochzeitschmuck rDenn wie die Erde sprosset i^r Gewächs,

So wie der Garten aufsproßt seine Saat;

So läßt Jehovah uns Gerechtigkeit aufspricßen,Und Bolkcsruhm vor aller Welt* *).

Solche waren bei dieser Nation des HciligthumSBilder: die Einigkeit der Familien konnte nichtschöner vorgostcllt werden, als durch den Wohlgeruchder reinsten, überfließendsten Salbe auf des Hohe-

x) Jes. 61, 10. 11.

*)Simon, Onias Sohn, der Hohepriester,

Der, als er lebte, Tempel, Stadt und VolkBefestigte, ziert' und verherrlichte

Herrlich erschien er vor dem ganzen Volk,

, Wenn er herausirat aus des Tempels Vorhang;Wie wenn der Morgenstern in Wolken aufgeht:Wie wenn der volle Mond, die Helle SonneAm Tempel Gottes glänzet, wie der BogenDie Regenwolken schön wie Farben malt!Wie eine Ros' im Lenz, wie LilienAn Wafferquellen, wie auf LibanonDie Cedcr" u. s. w. (Sirach 5 o.)