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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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134
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Vom Geist

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In der Poesie der Ebracc werden die Bilderder edelsten Wurde vom Schmuck des Priesters, in-sonderheit des obersten Priesters genommen, weil die-ser der Erste der Nation und ein geweideter Fürstvor Gort war: daher auch alle kostbare Pracht derdamaligen Zeit und Gegend an ihn verwandt wur-de. In Gerechtigkeit und Heil wurden die Pric-

nem Ausspruch wurde also als einem Orakelspruchgetraut, und man sinoet späterhin auch von mensch-lichen Ralhschlägen den Ausdruck:wenn manihn etwas fragte, warS als ob man Gott gefragthätte." Kurz Urim und Lhummim war Weis-heit und Wahrheit, wie eines Orakels Gottes,die klärste und festeste Entscheidung. Diese sollteMoses zum Gerichtsschmuck rhun, d. i. das präch-tige Kleinod hiezu anordnen, einweihen und eseben dazu also gestalten. Es hatte hiemit ebendie Bewandniß, wie mit dem Kopfschmuck desHohepriesters und der Inschrift seiner Stirn:Heiligkeit dem Jehovah ! " Dies bezeichnet? sei-ne Königswürde, da er Gottes Stelle verrrat;jenes sein Amt und seine Pflichten, als obersterRichter das gesummte Volk auf seinem Herzen zutragen, sie vor Gott in gute Erinnerung zu brin-gen , und gleichsam Mittelsperson zu seyn zwi-schen Gott und dem Volke. Dies war er ebendurch sein Amt, durch seine Fragen an Gott instreitigen Fallen, und durch Entscheidung nachder Stimme Gottes in dessen Namen. So langeMoses lebte, fragte Er den Jehovah; als Mosesnicht mehr war, wer sollte ihn fragen, als deroberste Richter? Er thats vermöge seines Amts,