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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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132
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Vom Geist

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Da fallt, wie Wolle der Schnee:

Er streut, wie Asche, den Reis:

In großen Schloffen wirst er Eis herab;

Und wer kann stehn vor seinem Frost?

1. Er spricht sein Wort aus und da schmelzen sie,Sein Athcm haucht, die Wasser rinnen wieder.

2. Jakobs Geschlecht hat er sein Wort vertraut,Seine Gericht' und Sprüche Israel!

So that er keinem andern Volk,

Die Einrichtungen wußte keins.

Lobet Jehovah!

So entfernt ich von allem Gezier dramatischerAuszüge in den Psalmen bin: so dünkt mich hiärdie Abwechslung ziemlich offenbar, wenn man sieauch anders vertheilen wollte. Die kühne Vermi-schung der Natur- und Staatswunder ist Seele desLiedes.

Drittens. Jehovah, der nur durch Gesetzeherrschte, hatte Diener, die in jeder guten Einrich-tung die Seele seines Reichs seyn sollten: Erklärerund Aufbewahrer der Landcsconstitution, selbst dieobersten Vollstrecker derselben, denn sie waren daShöchste Gericht im Lande. Außerdem Berechner derZeit, Bewahrer des rechten Gewicbts und Maaßcsim Handel und Wandel, Urthciler über ansteckendeKrankheiten, Aerztc. Sie fertigten Conlrakte desEigenthnms aus, ordneten die Feste, nach denenalles geordnet ward, riefen das Volk zu National-versammlungen , und zogen mit dem Heiligthumder Nation in den Krieg, dem Heer Muth zu ma-chen durch Lieder, Trommeten und die Gegenwartihres Gottes. Der erste Diener Gottes, der Hohe-