der Ebrai sehen Poesie. 127
Zweitens. Der Gott Israels war ohneBild. Im heiligsten Ort seines GezeltS lag dasGesetzbuch in einer Lade und die Symbole des Wun-derbaren und Heiligen, die Cherubim, standen dar-auf. Der Raum zwischen ihnen warb als die Woh-nung Jehovahs angesehen und es Heist so oft:„Jehovah, der über den Cherubim wohnet." Alsohatte Gott für sich keinen Thron im Tempel: dasGesetzbuch war sein Thron; er war der Bewahrerund Ausrichter desselben: er bedeckte es mit derMacht seines Ansehens. — Die schönste Borsteilung,die einen Nationalgottesdicnst mit der Constitutiondes Volks Eins machen, und das Gesetz selbst nurals Bund, als Berrrag, als wine Capitulation Got-tes mit der Nation heiligen sollte. Nun konnteihre Poesie keine Götzenbilder schaffen, so wenig sieder Tempel und das Gesetz litt; desto mehr aberkonnte sic den Gott des Volks in seinen Landes-Gesetzen preisen. Und das that sic. So viele Na-tionalgesange singen den König, um den es dun-kel ist, (so warS im Allerheiligsten) der aber aufGerechtigkeit und Gericht seinen Thron gebauet hat.Sie muntern alle Obrigkeiten des Landes an, iirGottes Namen zu richten: denn nur durch Gesetzesey Gott in seinem Volk gegenwärtig und wirkendx).
Jehovah regiert! es Leben vor ihm die Völker!
Er thront auf Cherubim; es zittre die Welt!
In Zion ist der große Jehovah!
Der Erhabne aller Völker, Er!
x) Psalm gg.