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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Zuerst: Stamm eschre, gleiche Natio-nale'echte, Freiheit. Kein König lag eigent-lich in der Gesetzgebung Moses; Gott und das Ge-setz war König. Alle Stämme waren Ein Volk,Nachkommen der Vater, von denen sie zum Erb-theil ihren Gott und mit diesem Gott brüderliche,ja Pricsterrechte erhalten hatten, welches nach ägyp-tischen Begriffen der höchste Stand war. Hiezuwar die Bcschneidung cingeführt, ein Unterschied,den in Aegypten nur der Priesterstand hatte; hiersollte er, (da er durch Römer und Heiden zumSchimpf geworden ist,) Nationalehre werden. AlleStamme standen unter ihren Fürsten, jede Familieunter ihrem Haupt: so hingen sie alle in brüder-lichen Gliedern bis zu dem Gericht zusammen, dasim Namen Jehovahs über alle richtete. , Dreimalim Jahr an den hohen Nationalsesten war allge-meine Zusammenkunft des Volkes. Es kam nichtzusammen, sieben Tage Predigten oder Messe zuhören, sondern sich gemeinschaftlich zu freuen undsich als Ein Gottesvolk zu fühlen; alle drei warenFreiheit- und Nationalfeste. Ostern erinnerte sie anden Tag, der sie zum freien Volk gemacht: Pfing-sten an das Gesetz, das diese Freiheit befestigt: dasLaubhüttenfest an den Genuß derselben in den er-sten Hütten der Unschuld und Familicneintracht.Alle Feste waren voll Opfcrmahlzciten, voll Musik,Lieder und Tanze: das Volk Gottes sollte vor sei-nem unsichtbaren Herrn und dem Zelt seines Gese-tzes ein fröhliches Volk seyn. Durch diese Zusam-menkünfte sollte der Nationalstolz, d. i. die Freudein Jehovah, Brudereintracht unter den Stammen,die alle nur Einen, einen unsichtbaren^König, Ein