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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräi sehen Poesie.

Gesetz, Einen Tempel hatten, erweckt, und durchgemeinschaftliche Mahlzeiten und Lieder, der Ur-sprung des Volks, die Geschichte und das Anden-ken der Altvatcr erhalten werden. Wir denken unsmeistens bei den Worten heilige Mahlzeiten, Tem-pel, Feste, Psalmen gar nichts, oder etwas kaltes,trauriges und todtes, weil wir keine Nationalfesteund Lieder öffentlicher Freude, keinen Tempel desVäterruhms, kein Gesetz allgemeiner Nationalfrei-heit haben: daher sehen wir auch die Psalmen,

die von"diesem Geist beseelt sind, oft so traurigund schief an. Kein Volk hat Nationalpoesie, dasnicht allgemeine Gegenstände des Stolzes und derFreude hat; ja wenn cS unter entgegengesetztenIdeen erzogen, insonderheit mit dem WortGottes-dienst, heilig" widrige Begriffe verbindet, mag cssich nicht einmal in andere Zeiten fühlen. Daherder traurige, mystische Ton der Psalmenausleger,der, wenn man das Wort Psalm vergißt und stattdessen Nationalgcsang setzt, von selbst wcgfallt.Man denke an Bundcslieder der Freundschaft, anVolksgesänge , wenn Stände einer freien NationZusammenkommen, sich einander im Glück, inFrcudeund Tugend zu ermuntern, oder über National-Unglücksfalle zu trösten: so wird ein großer Theikder Psalmen uns schöner dünken.

Einige z. E. sind offenbar Anmunterungs - undFreudengesange, daß sie jetzt nach Jerusalem ziehn,sich als Nation zu freuen:

Kommt! lasset uns jauchzen dem Jehorah i),Jubellicder singen dem Felsen unsres Glücks!

i) Ps. SS.