der Ebraischcn P oesie. nZ
Gott vorzüglich ein Israelitischer Schutzgott seyn,worauf sich starke Stellen seiner Ermahnungen undGesänge gründen. Was er indeß als Gesetzgebernicht konnte, thatcn nachher die Weisen und Dich-ter Israels. War Jehovah der Einige, der Schöp-fer der Welt: so war ec such der Gott aller Men-schen, aller Geschlechter, und es gehörte nur Zeit,unbefangene Denkart und ruhiger Geist Gottes da-zu , diesen reichen Keim -u entwickeln. Es ist hiernicht die Frage, ob ihn auch andere Nationen ent-wickelt haben ? Denn warum sollte man neidig ftynund Persern, Indianern , Eelten, ja wem es sey sdie Schritte nicht gönnen, die sie in Aufbewahrungund Forllcitung der ältesten Religion der Erde, jedein ihrem Maaß thaten. Genug, in der damaligenZeit und in jenem Winkel der Erde, zwischen Aegyp-tern, Kananitecn und den arabischen wilden Völkernwar MoseS Schritt einzig. Er suchte die Religionder Patriarchen, seiner Vater hervor; auch was ihmaus Aegypten zur Hülle seiner Einrichtungen undGesetze diente, mußte das reine Licht nicht verdäm-mern, das ihm die Offenbarung im arabischen Feuec-busch gab, und so wurden mit der Zeit die hohenIdeen gebildet, die wir in Psalmen und Prophe-ten finden.
Das Lied, das Moses zügeschrieben wirda),mache den Anfang, es entwickelt den Namen Je-hovah , d. i. die Felsentreue und ewige Bestandheitdes Schöpfers der Welt:
P Ps. go.
Herders Werke Rel. u. Theol, Itt
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