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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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109
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Denn du bestiegst, Herr de,inen Kriegeswagen,Kamst uns zu Hülfe gegen RoßUnd Wagen Pharao's. Ich seh den BogenEntblößt in deiner Hand! Ich seh die PfeileVerdoppelt siebenfach. Es fühltRings die Natur, daß ihr Gebieter kommt?

Die Ströme slohn. Es sahen dich die BergeUnd zitterten. Sie rissen hin,

Die Wasser und die Fluthen schallten lauter!

Und alle Höhen hoben Angst-erwartend

Die Hände. Sonn' und Mond stand still,Erwartend standen sie in ihrem Lauf.

Und flohn beschämt, als deine Pfeile flogen:

Der Blitzglanz deiner Spieße schoß!

Du schrittest fort, zertratest Nationen,

Du schrittest fort, zu helfen deinem Volke:

Zu helfen ihm, den du gesalbt,

Zerschlugst du seine Feinde Grund-hinab;

Zertrümmertest den Gipfel ihrer WohnungBis aus den tiefen nackten Fels,

Durchstachst das Haupt der Führer ihrer Schaaren,Der Schaaren, die im Sturm frohlockend kamen,Wie leichten Staub mich zu zerstreu»,

Zu fressen mich in ihrem Hinterhalt.

Da stampften hinter mir die Siegesrosse

Zur Hülfe mir, auf hohem Meer-

So war es einst: das hört' ich, deine LhatenBor Alters. Und jetzund? Mein Herz erbebet,Die Lippen beben mir, was ich anjetztFür Angstgerüchte für mein Volk gehöret!

Noch schauert mein Gebein! Die Füße zitternUnd doch soll ich dem Lage ruhn?