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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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108
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Vom Geist

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danken dem sinnlichen Anblick dunkel bleibet: sowage ich's, diese Gcdankenrcihe hie und du mit ei-ner kleinen Einschaltung mehr nach unsrer Art zunersisiciren; überzeugt, daß die Ode dadurch ebenso viel an hoher Kürze verlieren müsse, als sie anlichterm Zusammenhangs gewinnet. Die erste seheman in der Urschrift.)

Ich hörte fernher, Gott! von deinen alten WundernGerüchte; noch erbeb' ich drob!

Mach' endlich kund, Iehovah, was du vorhaft!BollsührO was du vorhaft, und gedenke,

Der jetzt auf uns nur rüstet ZornGedenk', Herr, deiner alten Vaterhuld.

Als Gott vom Thema» einst, hoch vom Gebirge ParanEinherzog: o wie andre Zeit!

Da füllete sein holder Glanz den Himmel,

Da schaltete Lriumphlied auf der Erde!

Schön, wie die Sonne, war sein Glanz,

Die Fülle seiner Macht für Israel.

Sein Antlitz sandte Pest auf meines Volkes Feinde,Raubvögel folgten seinem Fuß.

Er trat herab, da wankete die Erde!

Er blickt' umher! da bebten auf die Völker,

Die Berge wichen seinem TrittEs krümmten sich die Höhn der alten Welt,

Wo er einst zog. Ich sähe Kusans Hütte»

Arbeiten unter reger Angst,

Abreißen, fliehen Midians Gezelce,

Die Ströme fliehen-Ist auf die Ströme Jehovah

Erzürnet, daß sie also fliehn?

Ist er, daß es so weicht, ergrimmt aufs Meer?