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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebcaischen Poesie. Z3

ewigen Rauchwolke zwischen den Cherubim.Nichts ist natürlicher und der Geschicht gemäßer,als diese Erklärung: sie hebt kein Wunder auf, siezeigt nur das Mittel, durch welches Gott Wunderwirkte, weil cs der Eiigel seines Angesichts, oderwie Habakuk sagt, die Hülle seiner Gegenwartseyn sollte.

Die glänzenden Erscheinungen auf Sinai habenwahrscheinlich eben solche Zeit- und Ortmäßige Na-turmittcl gehabt: denn auch kein Wunder wirktGott ausser durch Naturmittcl und Kräfte. Derausserordentliche Glanz, in dem zuweilen die Sand-wüsten Arabiens erscheinen, der Rauch, in den sichdie Berge hüllen, die Donner, die in diesen ge-lhürmtcn Fclsgebirgcn vervielfacht und schrecklichwiederhallcn; diese und vielleicht andere fürchterlichprächtige Phänomene der Natur vercinigie Gott hierzu Symbolen seiner Erscheinung. Wer das Wun-derbare dabei laugncn wollte, müßte die Beschrei-bung Moses zur Fabel machen; an schauerlichenPhänomenen ist ja aber auch diese fürchterlich - odeGegend so reich!

Der Zug durchs rothe Meer endlich, war mitden beschriebenen Umstanden allerdings eine wunder-bare , nicht aber unmögliche Errettung. Wahr-scheinlich wollte Moses den Isthmus hinüber, alser Befehl bekam, sich zu wenden; tief druntenkonnte also Israel nicht seyn/ und wahrscheinlichgingen sie bei Suez herüber, etwas südlicher, alsder Zug geht, den die Karavancn nehmen. Wennnun der Meerbusen nach Hinterbliebenen Spurendamals hoher ging, als jetzo: so war er breit ge-