derEbraischen Poesie. 9t
Ihn holen aus des Meeres Grund' hinauf:
Dein Fuß soll noch in ihrem Blute waten,
Auch deine Hunde lecken Feindes Blut! —
Gnug! und zu unserm Zweck beinahe zu viel. Mansieber deutlich, was der Harle Psalm voll stolzerKriegsgesinnung an Siegesqeschenken Gottes unterMenschen verstehe, und was der Landcsaott aufdem neueroberten Berqe auch noch ferner lhun soll?Das Land von Feinden reinigen, die ihm wie zumSündopfer leben. — Wir kommen zurück zu unse-rer Materie.
Und fragen :
„Was war der rauchende Sinai?
„Was war die Wolken und Feucrsaule?"
die zu so glanzenden Bildern Anlaß gaben.
Uebcr die Feuer- und Wvlkcnsäule dürften wirbeinah nicht ungewiß seyn. Sie war das heiligeFeuer, das nach Gewohnheit aller Züge in diesenGegenden dem Heer voranqetragen ward, und so-wohl zum Zeichen des Aufocuchs, als zum Weg-weiser diente. Als die Israeliten aus Aegypten zo-gen, folgte es und siand zwischen ihnen und denAegyprern: ich erinnere mich, selbst bei irgend ei-nem heidnischen Schriftsteller den verstellten Um-stand gelesen zu haben, daß das entfliehende VolkHeiligthumer, mich dünkt, heilige Thicrc zwischen-geftt'llt, die die Aegypccr nicht hatten angreifen dür-fen. Bei vielem Auszuge kommt zuerst die Wol-ken- und Feuersaule, nur sogleich mit wunderbaren