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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Poesie. 71

zu befördern suchte, war das nickt ein Mann Got-tes , Genius der Menschbeit? man sehe die zurück-gebliebenen oder verwilderten Völker an: man be-merke, zu welchen Abscheulichkeiten die Menschheitherabsinkt, wenn sie nicht mit Gewalt emporge-trieben , und aus ihrer düstern Trägheit erwecktwird; so wird man das Verdienst jener frühenSchutzengel unsers Geschlechts erkennen, die mitihrem Geist Jahrhunderten »erleuchteten, mit ihremHerzen Nationen umfaßten, und sie mit ihrer Rie-senkraft wider Willen heraufhoben. Die Gott-heit säet solche Menschen nur sparsam: menschlicheEinrichtungen erschaffen sie nicht; aber menschlicheBedürfnisse fordern sie, und der Himmel laßt sie,wie Sterne in der Nacht, hoch über andern glan-zen. Sie opfern ihr Leben auf, um nur dasWort, die Lhat auszuführen, die sie als BerufGottes in sich tragen aniinas irmArms xroäi-

Daß Moses unter die Genien der Menschheitgehöre, ist ohne alle Frage.

3 . Also auch die, die ihm zu seinem Werkhalfen, wurden ,,mit einem Theil des Geistes er-füllet, der auf ihm ruhte: Gott nahm vom GeistMoses und legte ihn auf sie," wie die Urkundenaiv saget. Und der große Mann beneidete sie dar-um nicht; sondern wünschte, daß alles Volk volldesselben Geistes wäre. So wurden jene verstän-dige Männer mit dem Geiste Gottes erfüllet, dieüber Israel richten sollten: so jene Werkmeisterdes Heiligthums, weil sie durch ihre Kunst zu sei-nem Werk beitrugen: so hoffte er, da seine Gesetz-gebung unausgeführt blieb, einen Propheten mfe