nend. Er verließ sein Land, um in einer Gegend,wo noch ein Melchisedek lebte, dem Gott seinerWater zu dienen.
Nun war i. der Hausvater damals einPriester des Hauses, also auch ein Bewah-rer des Gottesdienstes und Hciligtbums der Familie.Bei Charakteren, wie Abraham war, bezeichntealso die Benennuna eines Propheten, d. i. ei-nes Gonvertrauten u>d, welches noch mehr sagenwollte, eines Füllten Gottes gewiß nichtsUcberspanntes. Auch im Buche Hiob kommt einProphet vor. und es herrscht in demselben durchauseine religiöse Denkart, das heilige Siegel der erstenWelt. Alle Weisbeit ging im Orient von Gottaus; alle Frömmigkeit führte auf ihn zurück.
2. Israel kam nach Aegypten, und hier, wis-sen wir, war alle Religion sckon politische Kunstgeworden: ihre Propheten waren eine geregelte-Zunft der Priester. Da Moscs in ihrer Weisheiterzogen war, und die achtern Quellen der Vertrau-lichkeit Gottes mir seinen Vätern jetzt vor sich fand:so war, da ihm Gott erschien und ihn zu seinemWerk brauchte, kein edler Wort, seinen Beruf zubezeichnen , als: „Prophet " Ans Weissagen wardbei ihm so wenig, als bei Abraham gedacht; dasWort bedeutet einen Menschen, durch den Gottspricht und handelt; konnte es zum würdigsten Ge-schäft einen würdigern Namen geben? Hak dieGottheit ein edleres Werk unter den Menschen, alsihre Bildung? und wer diese in so frühen Zeitenbei unabsehlichen Hindernissen ohne Unterstützungmenschlicher Hulssmittel, lehrend oder handelnd.