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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Sich über Zeitvertreib und Blendwerk Huden,

Und rück- und vorwärts sahn das Licht der Zetten,

Das Licht der Zeiten weit zurück und vorwärtrGing auf als Gottesflamm' in ihren Seelen:

Die Flamme brannte lang im stillen DunkelUnd ging hervor, ein Licht vielleicht der Nachwelt.

Dann nahtet ihr in euren heiligen HolenVertraulich euer Ohr dem sanften LispelDer Stimme, die euch Mitternacht und MorgensUnd eures Herzens schönste Saiten weckl«.

Wie Regenschauer Gottes stoffen leiseDie Töne, weckten, wie Gewitter Gottes,

Die Schlummerwelt, als wärens späte Zeiten,

Als wärens frühe Zeiten, die da sprachen.

Gegrüßet seyd ihr mir, ihr reinen Seelen,

Die Saitenspiel' in Gottes mächtgen Händeü,Ansleger seines Sinns, der ZeitenkundeEnträthsler und Geist der Gesetze wurden.

Du, der auf Sinai sich über ZeitenUnd Völker hoba), der im verdickten RaucheDas Licht sah, das ringum der Welt jetzt leuchtet,^Und alle Weisheit ausgeschmückt mit Farben;

Du, dessen Flammcngeist dem Himmel Blitze,Dem Todtenreich den Sohn der Wittwe raubtet, j:Du, der Jehovah sah im KönigsglanzeUnd Geistesprdcht mit Königsglanz geschildert a):

Ihr Weinenden, die tief in Jammertöncn,

In Lhräneu nur ihr zartes Herz ergossen ck);

aj Moses. t>) Elias,ck) Jeremias u. a.

o) Jesaias.