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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

»spisrui-r sagen kann, so wars hier. Allerdingswurden sie zuweilen dem Gelachter des rohen Po-,bels und dem Hohn gottloser Könige auSgesetzr: so-bald Jehovah ein Spott ward, mußte auch e'rhartes Orakel in seinem Namen gesagt, Thorheitdünken; leider aber! der Erfolg bewahrte es kräftig.

Jehovah Gott gab mir die Zunge der Gelehrten ml,Daß ich zu reden wisse mir dem MüdenEin Wort zu rechter Zeit.

Er weckt mich Lag für Lage frühUnd rührt mein Ohr zu horchen,

Wie der Weisen Schüler horcht.

Jehovah Gott sprach leise mir ins Ohr;

Und ich wich nicht; ich widerstrebte nicht;

Bot meinen Leib vielmehr den Schlagen dar,Und meine Wangen denen, die mich höhnten,Verbarg mein Angesicht für Schmach und Spei-chel nicht.

Mein Gott, Jehovah, stand mir bei;

Drum ward ich schamroth nicht,

Drum macht' ich hart mein AngesichtWie einen Kieselstein und wußte,

Ich würde nicht beschämt.

Der mich gerecht spricht, ist mir nah;

Wer haderte mit mir?

Laßt uns zusammen stehen vor Gericht!

Wer etwas an mich hat, er trete her!

Sieh, Gott Jehovah steht mir bei,

Wer schuldigte mich an als einen Bösewicht?

Sie werden alle, wie ein Kleid veralten,Verzehren wird die Motte sie!

rn) Jes. So, 3.