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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Poesie.

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sterte Dichterin»--» waren, und beqeisterte, inson-derheit heisse, Dichtkunst immer als Sprache derGötter galt.

Und weil drittens in dem damaligen WeltalterMusik und Poesie verbunden, ja Dichter und Ton-künstler bisweilen Eins waren: so ist nichts natür-licher, als daß das Reden in Gorrerspüchen auchauf diese Kunst überging. Assaph und Heman weis-sagten auf Saiten, d. i. sie trugen in Liedern hei-lige , erhabene Sprüche vor: sie löseten, wie sieselbst sagen, Räihsel der Weisheit auf beim Klangeder Saiten. Die Poesie wirkt nie so mächtig, alswenn sie von der Musik unterstützt wird; der hei-lige Affekt also, den beide Künste vereint verbreite-ten, war Enthusiasmus. Daraus folgt aber nichtsminder, als daß jeder Prophet sein Instrument beisich hatte, oder daß sein Name und Amt ihn alseinen Leiermann bezeichnen sollte. Der WeissagerBileam mit seiner erhabnen Götterredc sprach ohneInstrument, und der weit schwächere Vortrag man-cher spalern Propheten, der beinah zur Prost hin-absinkt , war kaum eines Gesanges fähig. Sie un-terscheiden sorgfältig Lied und ihre vrophetische Sage.

Endlich Prophet und toller Mensch ist nie ei-nerlei: man muß den erhabenen politischen Geisteines Jesajas u. a. sehr verkennen, wenn man siezu Narren zahlt. Daß manche ihrer symbolischenHandlungen sonderbar ins Auge fallen mußten, ge-stehen sie selbst; es war dies der Zweck ihrer Hand-lung. Hinter der anscheinenden Thorhcit lag einweiser Sinn, und wenn man je das insauäre urunHerders Werke z. Rel. u. Thevl. II. E