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Vom Geist
auch nicht unabtrennlich zum Amt eines Propheten.Der größeste Wunderthäter ward nach dem GesetzMoses gcprüfet, und konnte zum Tode verdammtwerden, wenn er etwas wider den Jchovah lehrte.Die frühem -Nachfolger Moses, Elias und Elisa,thatcn Wunder, weil die Zeiten des schwachen, ab-göttischen Israels diese Kräfte der alten Welt, gleich-sam einen lauten Sieg Gottes über die Baalsdie-ncr, wie zu Moses Zeit über die ägyptischen Wei-sen, zu erfordern schienen; bei den folgenden und alsoden eigentlichen Dichter-Propheten waren die Zeichen,die sie gaben, von anderer Art. Statt Wunder,die die Gesetze der Natur aufheben, giebt der Pro-phet manchmal sonderbare, merkwürdige Dinge, dieeben damals fick zutrugcn, zu Zeichen, d. i. zuZeugen seines Worts, mit denen er aufmerksammacht, oder durch die er die Wahrheit seiner Aus-sprüche bewahret. So ist die Geburt des Kindes,von dem Jesaias redet, ein Unterpfand der Befrei-ung des Königreichs Judah, die er nach Jahrendieses Kindes bestimmet; nur der Zusammenhangbeider Begebenheiten war das Wunderbare, weiler über die Kräfte menschlicher Aussicht reichte. Magsmit dem Schatten am Sonnenzciger Ahas gewesenseyn, wie ihm wolle; so war sein Rückgang imMunde des Propheten jetzt ein gegenwärtiges Zei-chen des Rückganges der Lebensjahre Hiskias, undalso in dieser Verbindung, als Unterpfand einer zu-künftigen Sache, ein „Zeichen." Andern Sinn undandre Würde hat dies Wort bei den Ebräcrn nicht.Portente und Zcichendeutung wurden fremden Götzenund falschen Propheten zugeschriebcn; ihr Umlaufwar verboten, Gott sparte sich seine Zeichen, als