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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischcn Poesie. Sg

bes reden sie also: oft wider ihren Willen und mitschlechtem Lohn, durch eine höhere Kraft gezwungenund getrieben. Diese Gattung Aussprüche hat inder Poesie anderer Völker wenig oder nichts Glei-ches Hier ward nichts zur Zeitkürzung gedichtet:der Poet entwarf keine Zerstörung Jerusalems oderBabels als Schauspiel. Hatte sich in Griechenlanddie Poesie der Weisen und Dichter reiner erhalten:hatten wir von ihren allen Theologen und Prophe-ten mehr unverdächtige Neste: so würden wir meh-rere Achnlichkeit sehen, die jetzt im Munde Calchas,der Eassandra bei Aeschylus und derer, die etwa inErscheinungen oder sterbend weissagten, unverkenn-bar bleibet. Die spätem Propheten, die ihre Aus-sprüche nur in Figuren, in Rathselbildern und diesegar etwa nur in Traumen empfingen, sprechen da-her weit schwächer: Gott selbst setzt jene klare Stim-me, in der er mit Moses sprach, den Offenbarun-gen durch Gesichte, Figuren, Räthfelbildcr und Trau-me vor, und die Reihe der Propheten, die wir ha-ben, bestätigt genugsam diese Unterscheidung. Wasalso, verglichen mit andern Völkern , die Aussprü-che der Dichter Israels an Abwechselung, Einklei-dung, an Spielen der Willkühr verlieren, gewinnensie an innig geglaubter Wahrheit, an göttlicherWürde, an heiligem Eifer, und werden hierin im-mer einzige Merkwürdigkeiten der Welt bleiben.

III. Der furchtsame Moses bekommt Zei essen:Zeichen, die für die abergläubigen , WeisheitstolzcnAegypter eingerichtet sind, und ihre wunderthätigenNaturweisen beschämen sollten; einen absolutemZweck haben diese Wunder nicht, sie gehören also