Her Ebr äischcn Poesiel
in den Himmel will: welche schone Fabel! — Ja-cob , der bei seiner ersten Nachtruhe außer dem vä-terlichen Hause den ercffuetcn Himmel sieht, undin einer drehenden Lebensgefahr zuvor mit dem Schutz-engel seiner Sicherheit kämpft und ihn überwindet;diese und andre Geschichten, auch nur als Dichtun-gen betrachtet, wie schone Hirtensagen sind sie! —-Sie bringen ihrem nacherzahlendcn Geschlecht ihrenGott so nahe, und bringen mit ihm Zutrauen, Un-schuld und Menschlichkeit in die Familie. Kein krie-gender Irokese, kein jagender Hurone dichtete so,
5. Noch mehr wirkte diese Lebensart in einemabgeschlossenen Stamm, der sich mit fremden zuvermischen, viel zu vornehm achtete. Und wasmachte ihn so vornehm? Eben was wir bisher be-trachteten , seine Sprache und Abkunft, seine Sa-gen und Vorzüge aus der alten Zeit, die Sprücheund Segnungen seiner Vater, Warum verachtetendie Semiten den Eham und Kanaan? Weil ihrStammvater ihn herabsetzte, weil die Schande einesBubenstücks in der Familie auf ihnen lag. War-um wurde Ammon und Mcab von Mose so weitzurnckgesetzt, ob er sie gleich als Anverwandte zubeleidigen verbot? Weil sie Höhlenkinder, das Ge-schlecht einer Blutschande, waren, die nach der da-maligen Lebensweise in Familien sich nie verlöschenließ.' Woher kams, daß Israel in Aegypten nochein Volk blieb, daß ein ägyptischer Fürst, der ange-sehne Joseph, seine Söhne mit einer vornehmenAegypterin erzeugt, zu den armen Hirten und nichtzu 'den Acgyptern zahlte? Wenn hier nicht Ge-schlechtsstolz sichtbar ist, ist crs nirgends. Diese ar-