der Cbräischcn Poesie. 3?
Hohe mächtige Freude: denn unsre Gesänge sind Lhat
nun,
Ewige Chöre voll Jubel harmonisch-wirkender Eintracht.Der Vorsänger.
Schweigt ihr Brüder, und singet dem Herrn durch mensch-liche Lugend.
Anhang.
Einige Gründe des subjektiven Ursprungs dercbräischcn Dichtkunst.
Die vorstehende Abhandlung betrachtete den Ur-sprung und das Wesen der cbräischcn Poesie obje k-tiv: sie mar bestimmt, die Acste und Zweige desBaums aus Stamm und Wurzel zu zeigen. Viel-leicht wünscht mancher auch den Boden zu sehen,der den Baum trug, d. i. einige Umstande bemerktzu finden, unter denen die Sprache solcher Bilderund Empfindungen fähig ward, und sich in Perso-nisicationen, Dichtungen, Sagen, Lieder und Weis-hcitsprüche solcher Art verbreiten konnte. Auch hie-bei will ich, wie ichs bei der Abhandlung selbst gc-than habe, mehr erinnern, als ausführcn.
i. Solche Bilder und Ideen, als uns auchnur die ersten Kapitel Moses gewähren , sind keinemwilden Volk möglich. So lange es als ein Erdklosauf dem Boden liegt und den drückendsten Bedürf-nissen dient, wird cs nicht zu Abstractionen und Be-nennungen gelangen, wie sie uns das erste Gemäldeder Schöpfung in einer dem sinnlichen Menschen an-