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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Zweiter Sänger.

Dank dem gütigen Gott! Er gab der Lippe des Weisem

Seines rosigen Lhaus'dcn ersten holdesten Tropfen:

Balsam flößet er ein ins Herz vcrwundcicr Unschuld,

Haucht mit Arhem der Liebe sie an, die sinkende Ohmmacht.

Trankst du vom birtern Becher der Welt, o trinke deLHimmels

Süßen Trank in Tönen, die ewig, ewig erlaben.

Der Vorsänger.

Auf! versammlet euch Brüder und gießt die Strömeder Lieder

Milde zusammen, vereint den Gesang, der über desLebens

Letztem Ufer von allen Entronnenen freudig emporsteigt.

Beide.

Dank dem Ewigen! Heil! Des Lebens düstere Fabel

Ist gelöset: wir lösen sie auf am Klange der Saiten,

Singen in fröhliche Saiten den Spruch des Räthsels:der hohe

Spruch ist: ,,Ehre Jehovah! und Heil uns glücklichenWesen! "

Ehre Jehovah und Heil uns glücklichen Wesen! Ergab uns

Drunten des Himmels Sprache: wir übten lallend inTönen

Uns in Gotlesgcsängen der Seel'- erhebenden Weisheit

Und zerflossen in Tönen der Balsam - träufelnden Weh-muth.

Ehre Jehovah und Heil uns glücklichen Wesen!Die Wehmuih

Ist vorüber, ihr letzter Gesang zerflossen in Freude,