der Ebräischen Poesie.
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der genannte Genius, der erhabene Spruch,die Bilderrede, sie bald zu einem geheimenmystischen Sinne führte. Diese Art zu erklären istnicht nur den Ebräcrn; auch Arabern, Persern ei-gen, und die vcrliebtesteOde desHast; wird, wenneS darauf ankommt, manchmal den feinsten spiritu-ellsten Sinn geben, in dem sich oft alle Schätzeder Erkenntnis finden lassen, von dem, der siedarin finden wollte. Der Grund davon liegt imGenius, im Ursprünge, in den Wurzeln der mor-genländischen Poesie selbst. Ein erhabnes, aberdunkles Bild, eine mit Scharfsinn verzogene Gleich-nißrede, ein Götterspruch, den ein räthselhafterParallelismus gleichsam nur von fern hcrtönet;diese Arten des Ausdrucks wollen Erläuterung, Auf-lösung. Und wenn ein Gottvoller, begeisterterMensch spricht, wenn er im Namen der Göttervon Schicksalen der Zukunft redet; wer wird nichtgern mehr erwarten, als er vielleicht sagen wollte?Und wer wird cs nachher nicht auch in seinen Göt-tcrsprüchen gern finden, gesetzt, daß man auch keinstaunender, auf den höchsten Sinn gespannter Mor-genlander wäre? So ists der ebräischen Poesie Jahr-hunderte durch gegangen; und wenn unsere Zeitund Nation ein Lob verdient, so ists über ihr kal-tes Bestreben, sich unberauscht von Glossen undgeheimer Bedeutung dem simpeln Ursinn jener Dich-ter nahen zu wollen, und die Gökkersprüche dersel-ben im Gesichtskreise der ältesten Zeit zu hören.