der Ebräi sehen Poesie.'
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nach welchem man Davidischc Psalmen messenmüßte; jede Empfindung hat dies Maas, mithinauch diesen Entwurf in ihr selbst, daher cs deneigentlichen Affektpsalmen nie daran fehlet. Dielehrenden Gesänge haben ihn weniger, daher sieihre Sprüche oft sogar an Buchstaben des Alphabetsreihen; allein auch dies zesst, daß das Lied alssolches eine Art von Maas und Umriß haben müsse,sollte dieser auch selbst aus dem A. B. C. genom-men seyn.
3. Die Musik will Wohlklang, und dadie ebräische Musik wahrscheinlich noch ohne ermat-tende Kunst war, so konnte sie sich desto mehrdem Schwünge des Herzens nähern. Nichts istschwerer zu übersetzen, als ein ebcäischer Psalm,zumal ein Tanz - und Chorgesang der srühcrn Zei-ten : die Töne in ihm fliegen im freiesten Rhyth-mus; die schweren Füsse unserer Sprache, ihre san-gen harten Sylben schleppen sich im Staube. Dortmacht Ein luftiges klingendes Wort eine ganze Re-gion; hier hat man zehn nöthig, die zwar allesdeutlicher, aber auch viel schwerer sagen.
4 . Die meiste Jnstrumentalpoesie der Mor-genländer war Chorgesang, oft Gesang mitmehreren Chören, zuweilen selbst mit Tanz beglei-tet. Welche begeisternde Fülle dies in so frühenZeiten, da der Affekt noch wenig geregelt war, demGesänge gegeben habe, wenn ihn, um Gottesoder einer allgemeinen Wohlthat willen, voll Na-tionalstolz und Nationalfrcude ein versammeltesVolk sang, überlasse ich der Empfindung eines je-