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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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weite Holen waren, in denen viele mit einanderschliefen, so war die Idee von einem unterirdischen,unter die Schatten herabgesunkencn Reich dem Augeselbst gegeben. Da gingen also ganze Familien zuihren Vätern: Helden, Königreiche und alle Siegs-Zeichen, mit denen jene begraben wurden, stiegennieder. Die Helden, die schon unten waren, em-pfingen sie: als kraftlose Schatten trieben sie, wassie im Leben getrieben hatten, den Dunst ihrerHerrlichkeit weiter. Da ward also alle diesem Heerein König, dem Könige eine Burg, der BurgRiegel und Thore gegeben, die niemand erbrechenkonnte: denn keine Gewalt führt einen Verstorbenenzurück ins Leben. Da rauschten dunkle Todesströ-me, weil man bei Grüften in der Erde so oft aufStröme kommt, und in Hölcn ihr dunkles unter-irdisches Weinen höret; der Sterbende hörte dieseStröme, weil, nach einer oft bemerkten Erfahrung,die Sinnen des Ohnmächtigen ihm wie rauschendeWellen schwinden. Nun ward der Tod, der immerauf Beute lauert, ein Jüger mit Netz und Strick;zugleich aber auch, da der Körper in der Erdegrauerlich verweset, ein Ungeheuer, das an denTodten naget u. s. f. So natürlich waren allediese Ucbergangc, die mit den gewöhnlichen Verän-derungen, die Land und Clima geben, fast allenalten Nationen der Erde gemein sind.

Doch genug der Proben. Wir haben jetztstufenweise eine Reihe Gattungen der Dichtkunstbetrachtet, die alle vom , der Rede voll Bildund Empfindung ausgingen: denn das sichet einjeder, daß auch die Personendichtung , die Fabelzüze,