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Dom Geist
niß, Zusammensetzung des edelsten Lebendigen derWelt. Er kam auf die Buudeslade, als Hüter derGeheimnisse des Gesetzes: mithin ward er Träger
der Herrlichkeit des Herrn, der darüber wachte.Er kam in die Wolken und ward erst dichtcrische,dann prophetische Vision; doch sind diese letztenAnwendungen der cbräischen Poesie allein eigen.Den Eherud vor Moses Zeiten, das Wunderge-schöpf, das Geheimnisse oder alte Schätze der Bor-welr bewahrt, kennt die ganze Welt; den Cherubnach Moses Zeiten, den Träger der Herrlichkeit Got-tes, kennt Judäa allein durch Uebergänge, die ichentwickelt habe, ck)
Bon diesem Cherub auf den Weg gebracht,nahm die bilderreiche Phantasie der MorgenländerAnlaß, ähnliche Dichtungen zu erfinden : sie schwangsich auf seinen Flügeln in das Land großer Fiktio-nen. Man lese bei Vochartv) sein sechstes Buchvon erdichteten Thieren, Und erinnere sich der vielenFabelgeschöpfe in den Erzählungen Orients. DerGrund jeder Dichtung ist meistens eine Naturwahr-heit: man hat nicht so wohl erdichtet, als wahrenDingen angcdichtet, und das Seltne, Einzige,Wunderbare zum Unbegreiflichen, zum völlig Fabel-haften erhöhet. Eine Probe sey der Baum deS Le-bens und der Weisheit im Paradiese; diese einfache,bei MoseS so verständliche und natürliche, Sageward durch die spätere Tradition zum wunderbar-
el) Poes, der Ebr: Th. I. Grspr. 6.e) Loabarla Uicroroic.