der Eb ratschen Poesie
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bezeichnen zu können, mußte er dessen Charakterund Instinkt erkennen: beides lernte er aus Hand-lungen des ThierS und seiner Lebensweise Die min-deste Reflexion, die er mit dieser Thierhandlung ver-band, da er dieselbe gleichsam in Zusammenhangbrachte und auf sich bezog, erfand einen allgemeine»Satz aus der Handlung, und so war, auch unaus-gesprochen, in der Seele des Menschen die Fabelgedichtet. Das erste Gespräch mit der Schlange, ,der Umstand, daß Adam unter allen Geschöpfen nichtseines Gleichen fand, setzte diese Uebunq seiner Seelevoraus; sie ist das punaturrr snlieus der Fabel»Man darf sagen, daß aus ihr dem noch kindliche»Menschengeschlecht die erste Moral und Klugheit her-vorgegangen sey, und daß die Dichtung, als obThiere nach Mcnschenweise handeln, die wahreBildnerin seiner Vernunft gewesen. Nicht nur daß,um zu ihr zu gelangen, der Mensch die lebendige,charakteristische Schöpfung bemerken mußte; erwarbauch genöthigt, ihre Handlungen auf sich zu beziehen,mithin was Nachahmens oder nicht -Nachahmens-werth sey, zu lernen. Was wir „Geschichte desFalls" nennen, war die erste Verirrung seiner Ver-nunft, die übel abstrahiere Nachahmung eines Thiers,das ihm der lehrende Vater nachher in feiner wah-ren Gestalt zeigte und damit seine werirrte Vernunftzurecht lenkte. Wie wir jetzt durch Erfahrung ge-witzigt werden, bildete sich der Verstand des natür-lichen Menschen an den Geschicklichkeiten der Thiere.Ihre Kunsttricbe sind ausgebildet: ihr Charakterrein bestimmt, stark ausgedrückt, standhaft. Hierwar also der Mensch in einer reichen Schule, undHerders Werke j. Net, u. Lheel. II. B