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Vom Geist
fern ist der Ursprung der Poesie göttlich. Er istaber menschlich nach dem Maas, nach der Eigenheitdieser Empfindung und ihres Ausdrucks: denn nurmenschliche Organe genossen und sprachen. DiePoesie ist eine Rede der Götter, aber nicht, daßwir durch sie wüßten, wie wirklich die Elohim un-ter sich sprachen und empfanden; was sie dem gött-lichsten Menschen, auch durch höhere Einflüsse, zuempfinden gaben, war menschlich. Wüßten wirvon diesen Einflüssen, von ihrem Umgänge mit denersten Kindern der Schöpfung, mehr psychologischeund historische Umstande: so könnten wir vielleicht
auch genauem Aufschluß vom göttlichen Ursprüngeihrer Sprache und VorstcllungSart geben. Da aberdie älteste Geschickte des menschlichen Geistes unsdies versagt hat, so müssen wir nur vom Erfolgauf die Ursache, von der äußern Wirkung auf dieinnere Art der Empfindung schlicssen, und so be-trachten wir den Ursprung der Poesie nur mensch-lich.
Die erste Dichtkunst war also ein Wörter-buch prägnanter Namen und Ausdrückevoll Bilder und voll Empfindung; ich wüßte nicht,bei wcdher Poesie der Erde dieser Ursprung reinerins Auge fiele, als bei dieser. Das erste Stück,daS wir in ihr haben , «) ist eine große Bil-dektafcl, der Anblick des Universum, nach mensch-licher Empfindung geordnet. Licht ist daS erste Wortdes Schöpfers, es ist auch das Organ der Gottheitin der empfindenden menschlichen Seele: hiedurch
-r) 1, Mos. 1.